Als Kolik bezeich­net man eine schmerz­haf­te Fehl­funk­ti­on im Ver­dau­ungs­trakt. Dies beinhal­tet sämt­li­che Pro­ble­me, die im Magen oder Darm ent­ste­hen kön­nen. Eine häu­fi­ge Ursa­che ist ein Darm­ver­schluss, der von nicht aus­rei­chend ver­dau­tem Fut­ter, also zu has­ti­ges Fres­sen oder eine zu schnel­le Fut­ter­um­stel­lung zB von Heu auf Gras, ver­ur­sacht wer­den kann. Es gibt jedoch auch Stress- oder Gas­ko­li­ken. Manch­mal lässt sich jedoch auch kei­ne genaue Ursa­che her­lei­ten. Wich­tig ist es, die Sym­pto­me rich­tig zu erken­nen, um eine Behand­lung durch­füh­ren zu kön­nen. Die­se könn­ten sein:

  • star­ke Unru­he mit Schar­ren und viel­leicht Schwit­zen
  • Fleh­men
  • häu­fig mit dem Kopf auf den Bauch zei­gen
  • häu­fi­ges Hin­le­gen, Wäl­zen und wie­der auf­ste­hen
  • in unru­hi­ger Umge­bung lie­gen­blei­ben
  • gewei­te­te oder auf­ge­ris­se­ne Augen
  • ange­streng­te Atmung
  • kramp­fen­de Bauch­mus­keln

Im Zwei­fel soll­te auf jeden Fall ein Tier­arzt zu Rate gezo­gen wer­den. Bis er ein­trifft soll­te das Pferd im Schritt her­um­ge­führt wer­den, da dies den Darm­be­reich lockern könn­te und ein unge­wünsch­tes Wäl­zen ver­hin­dert. Die homöo­pa­thi­schen Glo­bu­li „Nux Vomi­ca” kön­nen eben­falls eine posi­ti­ve Wir­kung zei­gen.

Der Tier­arzt kann das Pferd rek­tal unter­su­chen und so einen even­tu­el­len Darm­ver­schluss loka­li­sie­ren. Es kön­nen krampf­lö­sen­de und schmerz­stil­len­de Medi­ka­men­te ver­ab­reicht wer­den. Eine wei­te­re Mög­lich­keit ist die Gabe von Öl über einen Schlauch in den Magen. Manch­mal hilft dies jedoch alles nichts und der Besit­zer steht vor der Ent­schei­dung, ob das Pferd in die Kli­nik trans­por­tiert und ope­riert wer­den soll. Eine Kolik ist eine sehr ernst­zu­neh­men­de Krank­heit und kann lei­der schnell zum Tod des Pfer­des füh­ren.