Vie­le, die ein eige­nes Pferd besit­zen, stel­len sich im Lau­fe der Zeit die Fra­ge, ob sie sich zur Unter­stüt­zung eine Reit­be­tei­li­gung suchen möch­ten. Die­ser Mann oder die­se Frau gibt meist einen abge­spro­che­nen Geld­be­trag dazu und küm­mert sich ein paar­mal pro Woche um das Tier. Die Vor­tei­le davon lie­gen auf der Hand:

  • Das Pferd wird zusätz­lich zu den eige­nen Mög­li­chen­kei­ten bewegt und ver­sorgt
  • Die ver­ein­bar­te Kos­ten­be­tei­li­gung ent­las­tet die Geld­bör­se des Besit­zers

Die­se Vor­tei­le kön­nen sich jedoch nur ent­fal­ten, wenn du als Besit­zer eine Reit­be­te­tei­li­gung fin­dest, der du wirk­lich ver­trau­en kannst. Immer­hin ver­traust du ihm oder ihr dein heiß­ge­lieb­tes und wert­vol­les Tier an. Ansons­ten kann eine Reit­be­tei­li­gung schnell ein gro­ßer Nach­teil wer­den. Dein Pferd könn­te sich durch einen fal­schen Umgang schlech­te Gewohn­hei­ten aneig­nen oder es könn­te sich nega­tiv auf die Gesund­heit aus­wir­ken.

Es ist bestimmt nicht leicht, die rich­ti­ge Per­son zu fin­den, aber für mich lohnt sich der Auf­wand durch­aus. Das Bes­te dar­an ist für mich, dass mien Pferd ca. 2 mal pro Woche zusätz­lich beschäf­tigt und betü­telt wird! Bei dem „Bewer­bungs­ver­fah­ren” der neu­en Reit­be­tei­li­gung rei­te und ver­sor­ge ich das Pferd mit ihr gemein­sam. Dabei kann ich mei­nen Umgang zei­gen und kann sehen ob die Che­mie zwi­schen Mensch und Pferd stimmt. Das fin­de ich sehr wich­tig. Der Besit­zer kennt das eige­ne Pferd meist am Bes­ten und kann so ein­schät­zen, ob eine sym­pa­thi­sche Stim­mung zwi­schen allen Betei­lig­ten herrscht.

Zunächst rei­ten wird auf dem Platz oder in der Hal­le. Mein Pferd und ich kön­nen zei­gen, was wir so „drauf” haben. Dann las­se ich ger­ne die Reit­be­tei­li­gung auf­stei­gen. Zwar erklä­re ich ihr auch eini­ge Beson­der­hei­ten, die den Cha­rak­ter und die Reak­tio­nen mei­nes Pfer­des aus­ma­chen, aber dann las­se ich die Bei­den erst­mal aus­pro­bie­ren, um sich auf­ein­an­der ein­zu­stim­men.

Gut ist es auch, ein paar­mal zusam­men aus­zu­rei­ten. Im Gelän­de reagie­ren die Pfer­de oft anders — oder wie bei mei­ner Stu­te — mit mehr Moti­va­ti­on und Vor­wärts­drang. Ich kann bei den Aus­rit­ten noch Tipps geben. Das Wich­tigs­te ist dabei jedoch, dass ich die Reit­be­tei­li­gung bes­ser ken­nen­ler­ne. Durch den Umgang mit dem Tier und aus den Gesprä­chen kann ich erken­nen, ob wir 3 gut zusam­men­pas­sen.

Genau das Ver­fah­ren habe ich gera­de durch­ge­führt und bin ganz begeis­tert, einen neu­en Men­schen gefun­den zu haben, der sich auch ger­ne um mei­ne Char­lot­te küm­mern möch­te!