Pho­to by John Trai­nor

Die Haupt­fut­ter­ar­ten für Pfer­de unter­schei­den sich in Kraft­fut­ter, Rau­fut­ter und Saft­fut­ter. Die­ser Arti­kel wird jedoch kei­ne Abhand­lung über die Fut­ter­ar­ten. Die­se fin­det ihr beim Basis­wis­sen über Pfer­de­er­näh­rung.

Wenn man an die noch nicht domes­ti­zier­ten Vor­fah­ren unse­rer Pfer­de zurück­denkt, ist das natür­lichs­te Saft­fut­ter grün. Dazu zäh­len zum Bei­spiel Gras, Klee, Löwen­zahn und Kräu­ter.

Das Saft­fut­ter ergänzt den täg­li­chen Was­ser­be­darf des Pfer­des und sorgt für eine gute Ver­dau­ung. Im Som­mer­halb­jahr sind die meis­ten Pfer­de gut ver­sorgt, da sie die Wei­den abgra­sen kön­nen. War­um schrei­be ich den Arti­kel jetzt, mit­ten im Win­ter? Nun, in gut drei Mona­ten geht die Wei­de­sai­son wie­der los. Eine Fut­ter­um­stel­lung muss stets lang­sam erfol­gen. Gera­de bei der Umstel­lung von Heu auf Gras, besteht eine erhöh­te Gefahr, dass Koli­ken oder Huf­re­he auf­tre­ten kön­nen. Nach einem inter­es­san­ten Gespräch mit einem Tier­arzt hat sich fol­gen­des erge­ben. Bei der Gabe von Saft­fut­ter auch im Win­ter, ist das Pferd für die Umstel­lung auf das ver­lo­cken­de grün bes­ser gerüs­tet und die eben genann­ten Gefah­ren wer­den redu­ziert.

Raiff­ei­sen & Co. bie­ten Möh­ren, Rote Bee­te  und Äpfel in gro­ßen Säcken an. Das Obst und Gemü­se ent­hält neben Vit­ami­nen und Mine­ra­li­en auch Koh­len­hy­dra­te, das im Kör­per zu Zucker umge­wan­delt wird. Bei der Gabe ist jedoch eini­ges zu beach­ten. Nach einer lang­sa­men Gewöh­nung kön­nen Pfer­de mit ca. 500 kg Kör­per­ge­wicht täg­lich bis zu 3 kg Möh­ren, 4 kg Rote Bee­te und 1 kg Äpfel erhal­ten. Auch Bana­nen fin­den die meis­ten Pfer­de durch­aus schmack­haft. Die Scha­le soll­te jedoch nur bei Bio-Bana­nen mit­ge­füt­tert wer­den, da die Scha­le der nor­ma­len Bana­ne oft mit Pes­ti­zi­den behan­delt ist.

Das Gemü­se soll­te am Bes­ten im Gan­zen ver­füt­tert wer­den. Dadurch sind die Pfer­de län­ger beschäf­tigt und kön­nen ihre Zäh­ne trai­nie­ren. Wenn ihr sie doch klei­ner schnei­den wollt, dann in läng­li­che Abschnit­te und ins­ge­samt nicht in zu klei­ne Stück­chen auf­tei­len. Ansons­ten besteht die Gefahr, dass das Pferd die Lecke­rei­en zu schnell her­un­ter­schlingt und dadurch eine Kolik oder eine Schlund­ver­stop­fung ent­steht.

Mei­ne Pfer­de bekom­men an Saft­fut­ter im Win­ter täg­lich ca. 2 kg Möh­ren, 1 kg Rote Bee­te und je nach­dem was vor­rä­tig ist 1–2 Äpfel oder Bana­nen.