Foto von Kate Dreyer

Diesen Hilfeschrei hörte ich gerade von einer Freundin, dessen Pferd eine Verstopfungskolik hatte. Da eine Kolik stets eine ernstzunehmende Erkrankung ist, ist Vorbeugung die beste Medizin.

Zu wenig Wasseraufnahme ist die häufigste Ursache einer Verstopfungskolik. Pferde haben einen Wasserbedarf von 30-50 Litern am Tag. Aber was ist, wenn ein Pferd einfach nicht genug trinkt? Es gibt einige Möglichkeiten, die ausprobiert werden können. Zunächst kann dem Trinkwasser selbst folgendes beigefügt werden:

  • warmes Wasser
  • Karottensaft mit in einen Wassereimer geben
  • Verschiedene Säfte in warmes und kaltes Wasser geben. Dies kann Apfelsaft, Birnensaft oder Bananensaft sein. Was bevorzugt dein Pferd? Mein Pferd Charlotte liebt Bananen! Es mag jetzt kritische Stimmen geben, die sagen, dass der Zucker- und Säuregehalt aus einem Saft für das Pferd nicht gut sein kann. Beachtet jedoch bitte die Konzentration in der Gesamtmenge. Außerdem muss abgewogen werden, was Schlimmer ist: Mehr Kalorien durch den Zucker oder die erneute Gefahr einer Kolik durch zu wenig trinken?
  • Kräutertees, warm oder kalt
  • Malzbier

Daneben können noch einige andere Dinge den Wasserhaushalt des Pferdes positiv beeinflussen und gerade nach einer Verstopfungskolik den Stoffwechsel anregen:

  • 1 x Woche Mash füttern, im Winter auch 2 x. Dabei deutlich mehr Wasser beifügen. Die meisten Pferde trinken dann die obere Schicht ab
  • Obst und Gemüse füttern, da darin viel Wasser enthalten ist (beachtet aber die Einhaltung der Höchstmenge bei der Gabe von Saftfutter)
  • Kein Stroh zum Fressen anbieten. Dies eignet sich von der Struktur nicht, da es lange, starre Halme hat und schnell eine Verstopfung begünstigen können
  • Das Heu 20 Minuten in Wasser einweichen und nass füttern.
  • Einen Schuss Öl über das Kraftfutter geben (Leinöl oder Sonnenblumenöl)
  • Einen Salzleckstein zur Verfügung stellen, dies könnte ihr wichtige Nährstoffe geben und damit den Durst erhöhen
  • Bewegung, am besten täglich mindestens 20 Minuten Schritt. Das regt die Verdauung und auch den „Appetit“ auf Trinkbares an.

Habt ihr noch andere Tipps und Tricks auf Lager? Dann her damit! 🙂