Foto von Tim Parkinson

Porcupine ist das englische Wort für Stachelschwein und ist das 2. von 7 Spielen, das zu dem Programm des Natural Horsemanship von Pat Parelli gehört. Durch dieses Spiel lernt das Pferd, physischen Druck zu weichen. Warum sollte ein Mensch überhaupt physischen Druck auf ein Pferd ausüben? Pferde sind sehr starke Tiere. Der Umgang mit ihnen birgt stets gewisse Gefahren. Mehr Verständnis für das Naturell und die Instinkte der Tiere sowie eine entsprechende „Erziehung“ können die Gefahren minimieren. Durch das Spielen des Porcupine Game werden die Pferde sensibilisiert und es sind nur noch leichte Berührungen notwendig um das Pferd in die gewünschten Bahnen zu lenken.

Eine Möglichkeit, ein Stachelschwein zu sein, ist es, das Pferd rückwärts zu richten. Die Fingerspitzen werden auf den Nasenrücken des Pferdes gelegt,

  1. so dass, die Haare des Pferdes berührt werden
  2. so dass, Druck auf die Haut des Pferdes ausgeübt wird
  3. so dass, Druck auf das Gewebe des Pferdes ausgeübt wird
  4. so dass, das der Kopf des Pferdes nach hinten geschoben wird

Die einzelnen Intensitätsstufen werden jeweils ein paar Sekunden beibehalten, bis die nächst höhere angewendet wird. Sobald das Pferd einen wenig nach hinten weicht, muss der Druck sofort nachlassen und es wird wieder mit der 1. Stufe begonnen. Dadurch lernt das Pferd, dass es in seiner Verantwortung liegt, Komfort oder Druck zu erhalten. Der Mensch muss dabei sein Timing schulen, um den Druck im richtigen Moment nachzulassen und erneut mit der 1. Stufe beginnen. Um die Übung abzuschließen, ist es ganz wichtig über die Stelle zu streicheln, die vorher durch das Stachelschwein berührt wurde. Das Pferd soll schließlich nicht vor der Hand des Menschen fliehen!

Die meisten Pferde haben den Dreh sehr schnell raus und ihr werdet erstaunt sein, wie sensibel sie auf leichte Berührungen reagieren!

Auf diese Weise können Vorder- und Hinterhandwendungen, seitwärts Bewegungen oder ein Auf- und Absenken des Kopfes durchgespielt werden.